Kapitalstraftaten

Es gibt kein Verfahren, das sowohl für den Mandanten sowie für den Verteidiger so nervenaufreibend und psychisch belastend ist, wie ein Mordverfahren (§ 75 StGB). Aufgrund der Schwere des Tatvorwurfs und der Höhe der Strafdrohung ist eine Verurteilung immer ein starker Einschnitt in das Leben des Mandanten oder der Mandantin.

Zu den Referenzverfahren der Rechtsanwaltskanzlei Mertens zählt der Freispruch von einer Mordanklage vor dem Landesgericht Leoben aus dem Jahr 2014. Es ist für einen Rechtsanwalt nicht möglich aufgrund, vor allem des psychischen Aufwands, mehr als ein Mordverfahren pro Jahr zu bewältigen. Gerade im Mordverfahren spielt eine sehr gute Vorbereitung der Mandantin oder des Mandanten die ausschlaggebende Rolle. Zudem sind hier auch sämtliche Beweismöglichkeiten zur Entlastung genauestens auszuloten. Es sind Privatsachverständige hinzuzuziehen, soweit notwendig, und es sind die Besonderheiten des Geschworenenverfahrens zu beachten.

Geschworenenverfahren bei Mord

In Österreich entscheiden acht LaienrichterInnen über Schuld oder Unschuld im Mordverfahren. Dies ist bei der Rhetorik vor Gericht zu berücksichtigen. Die speziellen Voraussetzungen eines Geschworenenverfahrens lassen sich nicht auf andere Strafverfahren übertragen. Es spielen hier andere Qualitäten der Verteidigung eine Rolle, ein Schlüssel ist jedenfalls hier das Vertrauen und die Ehrlichkeit zwischen Verteidiger und Angeklagter/m.

Besonders bei diesen Verfahren ist die Wahl muss das Team zwischen dem Mandanten und dem Anwalt ausgezeichnet funktionieren und daher ist die Entscheidung sowohl des Strafverteidigers für dieses Verfahren, wie auch der Mandantin oder des Mandanten von besonderer Tragweite.