Die Wiederaufnahme des Strafverfahrens  

Die Wiederaufnahme des Strafverfahrens, oft auch vereinfacht als „das Wiederaufnahmeverfahren“ bezeichnet,  kommt generell  dann in Frage, wenn ein bereits Verurteilter, also schuldig gesprochener Angeklagter, weiterhin behauptet, die ihm oder ihr vorgeworfene Tat nicht begangen zu haben.

Allein die Beteuerung der Unschuld seitens des Verurteilten genügt allerdings nicht um eine Wiederaufnahme des Verfahrens bewirken zu können. Ansonsten wäre es möglich eine Verurteilung jederzeit mit einem neuen Verfahren wieder aufzuheben. Die Rechtskraft des abgeschlossenen Verfahrens bewirkt die Rechtssicherheit des Verfahrens.

Damit diese Rechtskraft durchbrochen werden kann, müssen neue Beweismittel, sogenannte „Nova Producta“, gefunden werden, die im Erstverfahren noch nicht Bestandteil der Akte und des Prozesses waren. Die Beischaffung neuer Beweismittel ist fallspezifisch mit unterschiedlichem Aufwand verbunden,  erfolgsentscheidend ist meist  die Auswahl von Sachverständigen oder Experten zum Nachweis bestimmter Fakten.

Es ist manchmal schon aufgrund der Faktenlage problemlos möglich, ein neues Beweismittel zu finden. Oft aber bedarf es zusätzlich zum Anwalt eines Privatdetektives und eines Sachverständigen um zum erwünschten Erfolg zu kommen.

Auch muss betont werden, dass die Wiederaufnahme des Strafverfahrens oft mit hohen Kosten verbunden ist, ohne dass eine Garantie für einen Erfolg abgegeben werden kann.

Die Aufklärung über die Kosten und die Chancen sind für den Mandanten und dessen Angehörige absolut notwendig

In meiner bisherigen Tätigkeit ist es mir in einigen Fällen gelungen, eine Wiederaufnahme zu erwirken. Objektiv nicht erfolgversprechende Fälle werden von mir (auch) im Interesse des Mandanten nach einer Vorprüfung abgelehnt.

Mit Interesse sehe ich ihrem Anliegen entgegen.